Aktionstag der Jugendfeuerwehr Bad Überkingen – „Ein Tag bei der Berufsfeuerwehr“

Simon Röger

Am 21. Juni 2007 war es soweit: Der alljährliche Aktionstag der Überkinger Jugendfeuerwehr fand statt. In diesem Jahr hatten sich die Mitglieder das Thema selbst ausgesucht und so stand der Samstag unter dem Motto „Ein Tag bei der Berufsfeuerwehr“. Zusammen mit den Ausbildern der Jugendfeuerwehr wurde eine 24-Stunden-Schicht mit Übungen, theoretischer Ausbildung, Dienstsport und „Einsätzen“ durchgeführt.

Für die jungen Feuerwehrleute begann der „Arbeitstag“, wie bei echten feuerwehrtechnischen Beamten, um 08.00 Uhr mit dem Antreten auf der Wache und der Fahrzeugübergabe. Im Anschluss an das Frühstück wurden die Nachwuchskräfte in zwei Gruppen eingeteilt um Ausbildungsübungen abzuhalten.

Die ersten „Einsätze“ ließen natürlich nicht lange auf sich warten und so wurden die Gruppen vormittags unter anderem zu einer Ölspur, zur Personensuche und zu einem Brand im Hausener Bonhoeffer-Gemeindehaus gerufen. Dieser Alarm stellte den ersten Höhepunkt des Tages dar.
Mit drei Fahrzeugen und Sondersignal rückten beide Gruppen vom Feuerwehrgerätehaus in Bad Überkingen in den angrenzenden Ortsteil aus um eine Person aus den Flammen zu retten, sowie weiteren Schaden am Gebäude abzuwenden.

Nach diesem schweißtreibenden Einsatz hieß es „Mahlzeit“ und bei Schnitzel mit Spätzle wurde neue Kraft gesammelt. Danach begann der theoretische Unterricht, welcher die Erste Hilfe zum Inhalt hatte. Die Kenntnisse in Erster Hilfe konnten auch prompt angewandt werden. Die eigens eingerichtete „Leitstelle“ in der Funkzentrale des Gerätehauses alarmierte zu einem Verkehrsunfall auf dem Betriebsgelände der Mineralbrunnen AG.

Die eingeklemmte Person konnte mit dem hydraulischen Rettungssatz des Tanklöschfahrzeugs und mit Unterstützung der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Reichenbach im Täle, welche mit einem Krankentransportwagen angerückt war, schnell und schonend aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Am Spätnachmittag stand körperliche Ertüchtigung auf dem Dienstplan. Trotz der hohen Temperaturen hatten die Jugendlichen bei Fuß- und Volleyball sichtlich Spaß. Doch bevor der Tagesdienst verrichtet war und die Bereitschaftszeit beginnen konnte, musste die Jugendfeuerwehr noch als Helfer vor Ort tätig werden. Eine Person hatte sich bei der Gartenarbeit an der Pulsader verletzt. Nach einer erfrischenden Dusche, sowie einer Portion Chili con Carne konnte die Bereitschaftszeit angetreten werden. Diese Zeit steht Berufsfeuerwehrleuten auf der Wache zur freien Verfügung und so vertrieben sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit Poolbillard, DVD-Filmen und Schlaf die Zeit. Allerdings blieben die jungen Helfer auch in dieser Zeit nicht von „Einsätzen“ verschont.

Gegen 22.30 Uhr musste in der Robert-Bosch-Straße in Hausen ein Flächenbrand gelöscht werden. Hierfür ent-zündeten die Ausbilder der Jugendfeuerwehr in einer Gitterbox gestapelte Holzpaletten.
Um 04.30 Uhr schlug die Brandmeldeanlage in einem Industriebetrieb Alarm.

Sichtlich geschafft, aber dennoch guten Mutes, endete die Schicht für die Jugendfeuerwehr am Sonntagmorgen um 08.00 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück.



An dieser Stelle möchten sich die Jugendfeuerwehr und ihre Ausbilder recht herzlich bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Kreisverband Göppingen, der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, der Scharpf GbR Autoverwertung aus Geislingen, dem TSV Bad Überkingen 1889 e.V., Svenja Neumann, Carolin Ziegler, Carmen Westreicher, Bernd Braun und seinem Team von Bauhof Bad Überkingen, Jens Adolph, Uwe Aufschläger, Jochen Schlaiß, den Kuchenspendern und allen anderen, die ihren Teil zum guten Gelingen beigetragen haben, bedanken! Ohne Ihre Hilfe wäre eine reibungslose Durchführung nicht möglich gewesen!





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Einsatzfahrt zum VU bei MinAG
Einsatzfahrt: Brand in Hausen